Während  die Rallyefahrer ihre Karossen über die heißen Piste jagen und die rotierenden Räder den Staub der Steppe auf die ausgedörrten Palmölpflanzen verteilen, durchsucht das junge Mädchen Nisha die Hinterlassenschaften der westlichen Besucher auf einer Mülldeponie. Die Bilder der Comichefte faszinieren sie. Nisha blättert in Zeitschriften, schließlich findet sie Tolstoj’s „Anna Karenina.“

Begeistert von der Welt der Buchstaben, bringt sie sich das Lesen bei und erkennt, dass Bücher nicht nur unterhalten, sondern auch bilden und dass Bildung unerlässlich ist, damit sich die Menschen in ihrer Heimat wieder auf das besinnen, was das Leben fernab jeder falschen Ideologie lebenswert macht. Der Bau einer Schule für alle Mädchen, die nicht schreiben und nicht lesen können, wird für sie zur Lebensaufgabe.

Fabian, der Sohn einer reichen Familie aus dem Westen, kann dagegen mit Bildung wenig anfangen. Ihn reizen  weder Ziele noch Aufgaben. Seine behütete Karriere ist vom Elternhaus vorbestimmt und hat tragische Züge. Erst die schwere Krankheit des Sohnes lässt erahnen, wie sehr die beiden Welten voneinander abhängig sind, wie ungleich jedoch sich die Räder des Fortschrittes ineinander verzahnen.

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